Die Schweiz und einige grössere Länder haben dieses Jahr 2025 bedeutende Abstriche in ihrer internationalen Zusammenarbeit angekündigt. Die USA haben beispielsweise während 90 Tagen 60 Milliarden US-Dollar an Auslandshilfe eingefroren (AP News). Das Vereinigte Königreich hat 6 Milliarden Pfund aus der Entwicklungshilfe in das Verteidigungsbudget verlagert (ONE.org). Das Budget der internationalen Zusammenarbeit wurde in Frankreich um 35% gekürzt, während Deutschland und Belgien ähnliche Einsparungen vorgenommen haben. Auch die Schweiz hat angekündigt, mehrere internationale Initiativen einzustellen und die Niederlande planen bis 2029 Kürzungen, was einen Wendepunkt in den langfristigen Abkommen zur internationalen Zusammenarbeit signalisiert (Euronews, Euronews).
Diese Verluste werden voraussichtlich schwerwiegende Auswirkungen auf internationale Bildungsinitiativen haben. Wesentliche Hilfsprogramme, welche die Bildung von Lehrpersonen, Infrastruktur der Schulen und Unterrichtsmaterialien bereitstellen, wurden bereits durch die Aussetzung von USAID stillgelegt. In Ländern, die bereits mit Bildungsungleichheit zu kämpfen haben, führt dies zu erheblichen Rückschlägen (TIME). Ähnlich gefährden die Kürzungen vom Vereinigten Königreich essenzielle Initiativen, wie zum Beispiel Projekte, welche den Schulzugang für Mädchen in Krisengebieten erleichtern sollen (Euronews).
Die verheerenden Folgen solcher Kürzungen umfassen erhöhte Lernlücken und Abbruchquoten, und schliesslich wachsende Ungleichheit und Armut, da Millionen von Kindern aufgrund der Unterbrechungen keinen Zugang zur Schule haben werden. In Regionen mit ohnehin schon unterfinanzierten Bildungssysteme werden diese “Einsparungen” die Ursache wachsender Lücken in der Lese- und Rechenfähigkeit sein. Somit bedrohen diese Kürzungen nicht nur die Schicksale Einzelner, sondern auch das langfristige Wirtschaftswachstum und die soziale Stabilität ganzer Nationen und untergraben die globalen Bemühungen zur Erreichung der Bildungs- und Nachhaltigkeitsziele (Reuters).
GCE unterstützt die Statements von RECI und GCE US gegen die Abstriche in der Bildung. Sie ist besorgt über die Aussetzung der Finanzierung wichtiger Bildungsinitiativen sowohl von der USA als auch der Schweiz und drängt die Regierungen, die Bildungsfinanzierung zu schützen und zu erhöhen. Die Kürzungen gefährden die internationalen Bemühungen, um qualitative Bildung, insbesondere in Krisengebieten, zu gewährleisten.GCE fordert eine Rücknahme der Kürzungen, um den Zugang zu Bildung für alle sicherzustellen.
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